Jugendtour - Warscheneck Südostgrat
Hitzeflirren am Warscheneck im Toten Gebirge
Zum Glück ließen sich 6 ambitionierte Bergsteiger der DAV Sektion Bad Griesbach im Rottal - Pocking nicht von der vorhergesagten großen Hitze abhalten und fuhren zu ihrer geplanten Tour im Toten Gebirge. Bereits am Parkplatz Wurzeralm wurden sie unerwartet von einem frischen Wind begrüßt. Dieser, mal stärker, mal schwächer begleitete die Gruppe die nächsten zwei Tage und sogte für Abkühlung. So gings gleich los mit der Standseilbahn hinauf auf die Wurzeralm und zum Linzerhaus, wo ein Teil des Gepäcks eingestellt wurde. Gut ausgerüstet mit Sonnenhut, viel zum Trinken und einem feuchten Handtuch im Nacken marschierten sie ins Frauenkar. Manchmal ist es ja schon von Vorteil, wenn die Bergtour in einem Skigebiet startet. Denn der Sessellift im Frauenkar läuft im Sommer für die Bergsteiger. Und so schwebten sie entspannt die nächsten 400 Höhenmeter hinauf. Dann gings endlich los - gleich im Fels - zackig hinauf zum Einstieg in den Südgrat Klettersteig am Warscheneck. Ein leichter Genuß-Klettersteig mit viel Felskontakt. Pünktlich um 12.00 Uhr zur Brotzeit erreichten sie bei bestem Wetter den Gipfel des Warscheneck auf 2388m. Es war etwas diesig, aber der Priel und die Spitzmauer grüßten im Westen und im Süden der Dachstein. Nach einer ausgiebigen Pause erfolgte der Abstieg über den Toten Mann und die Rote Wand hinunter zum Brunnsteiner See, der nach der langen Tour die ersehnte Abkühlung brachte. Erfrischt vom Bad war der Rückweg zum Linzerhaus nur noch ein Spaziergang. Dort war viel los, da Almfest war. Der Höhepunkt ist dabei das "Bergleuchten". Abends um 22.00 Uhr werden die Gipfel des Warschenecks, vom Tote Mann und der Stubwieswipfel von vielen Strahlern hell erleuchtet. Ein tolles Schauspiel! Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück entspannt hinauf auf den Stubwieswipfel mit seinen 1786m. Da noch viel Zeit war, marschierte die Gruppe noch hinüber zur Dümlerhütte auf 1495m. Wieder zurück am Linzerhaus gabs nochmal ein erfrischendes Bad im Speichersee und den verdienten Kaiserschmarrn, bevor man mit der Standseilbahn ins Tal und nach Hause fuhr.